Ungeziefer loswerden

Ungeziefer sind kleine Tiere, die sich in der Nähe des Menschen aufhalten, dort aber nicht erwünscht sind. Oft handelt es sich um Insekten, aber auch Spinnen oder kleine Säugetiere können in diese Kategorie fallen. Einiges Ungeziefer stört durch Lärm- oder Geruchsbelästigung. Anderes kann dem Menschen durch das Übertragen von Krankheiten Schaden zufügen.

Nicht alles Getier, das als Ungeziefer bezeichnet wird, ist generell schädlich. Manche der kleinen Tiere richten zwar in der Umgebung des Menschen Schaden an, sind aber in ihrem natürlichen Lebensraum nützlich.

Wer in seinen Vier Wänden Ungeziefer entdeckt, muss sich nicht zwangsläufig Nachlässigkeit in der Reinigung vorwerfen. Einige Schädlinge werden beim Einkauf mit nach Hause gebracht, nach einer Reise eingeschleppt oder sie spazieren oder fliegen einfach durchs offene Fenster. Damit sich das Ungeziefer nicht häuslich niederlässt, müssen Sie es loswerden.

Ungeziefer in Haus und Wohnung

Zum häufigsten Ungeziefer, das sich in der Wohnung oder im Haus aufhält, zählen Insekten, wie Ameisen, Fruchtfliegen, Wespen, Fliegen oder Motten. Einige Tiere werden durchs Licht angezogen, andere durch Lebensmittel. Aber auch kleine Nagetiere, wie Mäuse oder Ratten, machen den Menschen mancherorts den Lebensraum streitig.

Weil die meisten dieser Tiere sehr schnell Gefallen finden an dem reichhaltigen Nahrungsangebot und sich außerdem rasch vermehren, ist beim Bekämpfen von Ungeziefer Eile geboten.

  • Sobald Sie ein Schädlingsexemplar entdecken, sollten Sie die Augen offen halten. Handelt es sich um ein Säugetier, müssen Sie sofort Gegenmaßnahmen ergreifen.
  • Ist das Ungeziefer eine Ameise oder eine Spinne, reicht es aus, wenn Sie das Einzeltier vernichten und darauf achten, dass keine weiteren Artgenossen Ihre Vier Wände aufsuchen. Dazu ist es notwendig, dass Sie sich über die Gewohnheiten der Schädlinge informieren.
  • Motten und fliegende Ameisen halten Sie vom Einfliegen ab, wenn Sie nachts bei geöffnetem Fenster das Licht ausschalten.
  • Damit Ihr Haustier keine Flöhe einschleppt, sollten Sie auf das Flohhalsband zurückgreifen.
  • Wenn eine Maus es sich in Ihrer Vorratskammer bequem gemacht hat, können Sie das Tier mithilfe einer Lebendfalle einfangen und in der Natur wieder freilassen.

Versuchen Sie immer, nicht nur das Ungeziefer zu bekämpfen, sondern auch die Ursache, die zum Einzug des unliebsamen Mitbewohners führte, auszumerzen. Um zu vermeiden, dass sich in Zukunft lästige Tiere bei Ihnen einnisten, sollten Sie außerdem die Zugänge zu Haus oder Wohnung verschließen. Bei Insekten helfen Insektengitter an den Fenstern. Aber auch Mauerritzen oder Ritze zwischen Tür- oder Fensterrahmen und Mauerwerk sollten Sie verstopfen.

Ungeziefer loswerden

Ungeziefer im Bett

Wenn Sie in Ihrem Bett Ungeziefer ausmachen, ist allerhöchste Eile geboten.

Bettwanzen: Zu den typischen Schmarotzern, die Menschen nicht nur in ihrer Nachtruhe stören, sondern durch deren Einstiche sich auch Entzündungen bilden können, zählen die Bettwanzen. Tagsüber halten sich diese in geschützten Ritzen auf und nachts werden sie aktiv.

Wer an Armen oder Beinen Wanzenstiche bemerkt, sollte sich unbedingt mit einem Fachmann in Verbindung setzen. Denn das Bekämpfen der Hauswanzen ist nicht einfach. Weil die Wanze nicht mit einem Fraßköder eliminiert werden kann, muss ihr entweder mit Heißluft (über 55 Grad Celsius) oder mit Insektengift der Garaus gemacht werden.

Milben: Neben den Wanzen zählen auch Milben zum Ungeziefer. Nicht wenige Menschen leiden unter einer Milbenallergie und müssen mit entsprechender Bettwäsche, Decken und höchster Reinlichkeit einem Milbenbefall vorbeugen.

Wer weiß, dass die Tiere ein warmes und feuchtes Klima bevorzugen, kann schon durch gründliches Lüften des Bettes am Morgen erste Abhilfe schaffen. Weil sich die Tiere von menschlichen Hautschuppen ernähren, trägt häufiges Staubsaugen von Teppich und Sofa ebenfalls dazu bei, den Milbenbefall zu vermeiden.

Ameisen: Wenn Ameisen über die Zudecke marschieren, ist das zwar nicht gefährlich, aber äußerst unangenehm. Die kleinen Insekten kitzeln den Schläfer nicht nur, sondern sie zwicken auch, wenn sie sich durch eine Bewegung von Arm oder Bein gestört fühlen.

Um den Ameisenbefall zu bekämpfen, müssen Sie das Nest der Tiere zerstören. Verfolgen Sie die Ameisenstraße, damit Sie wirksam gegen die unliebsamen Mitbewohner vorgehen können. Weitere Infos finden Sie auf dieser Seite: Ameisen bekämpfen

Ungeziefer im Garten

Wer einen Ziergarten sein Eigen nennt, ist häufig von Ungeziefer genervt, das durch unterirdisches Graben den gepflegten Rasen mit Erdhügeln verschandelt. Leider hilft es nicht, wenn Sie die Hügel einebnen und mit frischen Rasensamen versehen. Am nächsten Morgen werden Sie an anderer Stelle einen frischen Erdaufwurf entdecken.

  1. Um grabende Säugetiere aus Ihrem Garten zu vertreiben, sollten Sie die Tiere stören.
  2. Einige der unliebsamen Tiere haben eine sehr empfindsame Nase und fühlen sich durch menschliche Duftnoten in Parfums abgestoßen.
  3. Verbringen Sie parfumgetränkte Lappen in die Gänge von Maulwurf oder Wühlmaus, damit die ungebetene Gäste die Flucht ergreifen.
  4. Weitere ausführliche Infos gegen Maulwürfe finden Sie hier: Maulwurf vertreiben
  5. Handelt es sich beim Ungeziefer um Wühlmäuse, geht es hier weiter: Wühlmäuse bekämpfen

Insekten: Aber nicht nur Säugetiere machen Ihnen das Leben schwer. Auch Insekten, wie beispielsweise Blattläuse, zerstören das Werk vieler Stunden Gartenarbeit. Dabei sollten Sie wissen, dass sich Läuse immer nur auf kranken Pflanzen ansiedeln. Wenn Sie dafür sorgen, dass es Ihren Pflanzen weder an Licht noch an Wasser oder Nährstoffen mangelt, sind Sie vor dem Blattlausbefall gefeit.

Schnecken: Um Ihr Gemüse vor Schnecken zu schützen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Damit Sie das Ungeziefer vom Betreten Ihrer Gartenbeete abhalten, können Sie rund um jedes Beet eine Schicht Sägemehl streuen. Alternativ funktioniert auch Kaffeesatz. Beide Materialien sind rau und werden von den Tieren nicht betreten. Weitere Tipps und Infos: Schnecken bekämpfen

Ungeziefer bekämpfen

Bei der Ungeziefer Bekämpfung spielt es nicht nur eine Rolle, um welches Tier es sich handelt, sondern auch ob und wie der Kampf gegen den oder die ungebetenen Gäste erlaubt ist:

  • Einige Säugetiere, wie beispielsweise der Maulwurf oder der Marder sind gesetzlich geschützt, sodass Sie diese Tiere nicht töten oder verletzen dürfen.
  • Auch das Fangen in einer Falle ist gar nicht oder nur zur Jagdsaison erlaubt.
  • Wenn Sie eines der geschützten Tiere loswerden möchten, wenden Sie sich entweder an einen Fachmann oder versuchen verschiedene Hausmittel.

Bei Hausmitteln zum Ungeziefer bekämpfen handelt es sich entweder um Nahrungsmittel, die das jeweilige Tier nicht mag, oder um Pflanzen, deren Duft den Tieren unangenehm ist. Säugetiere lassen sich auch von Lärm in die Flucht schlagen. Der große Vorteil der Hausmittel liegt darin, dass sie meist nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch Ihren Haustieren keinen Schaden zufügen.

Im Fachhandel können Sie gegen jedes Ungeziefer ebenfalls ein entsprechendes Mittel finden. Allerdings enthalten die gekauften Präparate häufig chemische Substanzen, die sich nicht nur fürs Ungeziefer tödlich auswirken, sondern oft auch Menschen, Haustieren und der Umwelt schaden. Wägen Sie vor dem Kauf eines Schädlingsbekämpfungsmittels immer die Vor- und die Nachteile ab. Und wenden Sie Präparate mit Gift nicht in einem Haushalt mit Kindern oder Haustieren an.