Ameisen

Ameisen gehören zu den Hautflüglern. Alleine in Europa gibt es 200 verschiedene Ameisenarten. Weltweit sind bis heute über 12.000 Arten bekannt. Eigentlich zählen Ameisen zu den nützlichen Tieren. Schließlich lockern sie durch das Graben ihrer Gänge den Boden auf. Sie düngen die Erde und tragen auf diese Weise zu einem gesunden Pflanzenwachstum bei.

Außerdem fressen die kleinen Insekten zahlreiche Schädlinge, wie Tausendfüßler, Spinnen, Krebstiere oder Milben. Dennoch ist eine große Anzahl Ameisen im Garten eher lästig. Und wer sich im Haus mit ihnen herumärgern muss, kann dem wahrlich nichts Gutes mehr abgewinnen. Dabei ist es durchaus möglich, einem Ameisenbefall in Haus oder Garten vorzubeugen.

Haben sich die Staaten bildenden Insekten erst einmal in Ihren vier Wänden niedergelassen, hat es wenig Sinn, darauf zu hoffen, dass sich das Problem von alleine löst. Denn die Ameisenkönigin hat eine Lebenserwartung von bis zu 29 Jahren. Ein Ameisenstaat mit mehreren Königinnen kann bis zu 80 Jahre alt werden. Das Insektenvolk ist erst mit dem Tode aller Königinnen ausgerottet.

Fliegende Ameisen im Haus

Bei den fliegenden Ameisen handelt es sich nicht um eine spezielle Insektenart, sondern sie sind lediglich Ameisen, die sich auf Hochzeitsflug befinden:

  • Dabei kann es sich sowohl um geschlechtsreife Männchen, wie auch um Weibchen handeln.
  • Während die männlichen Tiere nach dem Flug, der nur wenige Stunden andauert, sterben,
  • werfen die Weibchen ihre Flügel ab und leben weiter. Entweder gründen Sie einen neuen Ameisenstaat, oder sie kehren ins alte Nest zurück.

Da es für den Menschen nicht ersichtlich ist, ob es sich bei den fliegenden Ameisen um Männchen oder um Weibchen handelt, sollten Sie deren Anwesenheit im Hause nicht dulden. Entdecken Sie die fliegenden Insekten, ist es ratsam, sofort zum Besen oder Staubsauger zu greifen.

Außerdem sollten Sie verhindern, dass weitere Ameisen den Weg in Ihr Haus finden. Dazu schalten Sie bei Dunkelheit das Licht aus, oder Sie versehen Ihre Fenster mit Fliegengittern. Hoffen Sie nicht darauf, dass sich nur fliegende Männchen in Ihren Wohnraum verirren, sondern beugen Sie einer sich anbahnenden Ameisenplage rechtzeitig vor.

Ameisen

Rote Ameisen im Garten

Auch in der freien Natur können sich Ameisen zur Plage entwickeln. Wer gerne barfuß durch seinen Rasen läuft oder das Mittagsschläfchen bei Sonnenschein mit Vorliebe auf einer Decke im Garten verbringt, kann ein Liedchen davon singen. Es gibt schließlich nichts Unangenehmeres, als durch die Bisse der kleinen Insekten aus dem schönsten Traum gerissen zu werden.

Warten Sie nicht erst, bis sich die Ameisenbevölkerung in Ihrem Garten soweit vergrößert hat, dass Sie keinen Ausweg mehr sehen, sondern entfernen Sie einzelne Tiere, die sich auf Ihren Pflanzen befinden oder sich den Weg über die Terrasse ins Haus zu bahnen versuchen, möglichst rasch.

Besser ist es, wenn Sie dem Ameisenproblem vorbeugen. Weil sich Ameisen mit Vorliebe von einem Sekret ernähren, das Blattläuse absondern, sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Pflanzen nicht von Blattläusen befallen werden. Gießen Sie sie regelmäßig und achten Sie auf ausreichende Nährstoffzufuhr. Auf gesunden Pflanzen befinden sich weder Blattläuse noch Ameisen.

Weitere ausführliche Infos: Ameisen im Garten und Rasen vertreiben

Waldameisen umsiedeln

Auch wenn es oftmals als die einfachste Lösung erscheinen mag, ist es nicht notwendig, Ameisen zu töten, um Sie aus dem Haus oder dem Garten zu verbannen. Gerade diese Tiere lassen sich relativ einfach vergraulen oder umsiedeln. Dabei geschieht weder den Tieren ein Leid, noch schaden Sie sich, Ihren Lieben oder der Umwelt.

Da sich Ameisen an unterschiedlichen Düften orientieren, können Sie die Insekten mithilfe von ausgewählten Duftstoffen zum Rückzug bewegen. Ameisen reagieren auf die Gerüche mancher Pflanzen oder Lebensmittel besonders empfindlich. Wenn Sie etwas im wahrsten Sinne des Wortes nicht riechen können, nehmen sie lieber Reißaus. Infos: Ameisen im Garten bekämpfen

Wenn Sie die kleinen Hautflügler wegen ihrer Nützlichkeit nicht gänzlich aus dem Garten vertreiben, sondern nur deren Aktionskreis in andere Bahnen lenken möchten, sollten Sie an eine Umsiedlung denken. Wird Ameisen eine Nahrungsquelle entzogen, suchen sie sich eine neue.

Durch die Umsiedlung der kleinen Krabbler mithilfe eines Blumentopfes können Sie erreichen, dass sich die Ameisen wieder anderen, für Sie vorteilhaften Nahrungsquellen zuwenden, wie beispielsweise der Schädlingsvertilgung. Weitere Infos: Ameisenhaufen umsiedeln

Was hilft gegen Ameisen?

Für der Beseitigung von Ameisen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Am einfachsten und oft auch am effektivsten ist der Besuch im Fachhandel, wo mehrere Ameisenvernichter angeboten werden. Mithilfe von Ameisengift werden Sie der Plage zwar relativ rasch beikommen, andererseits ist das Gift nicht nur für Ameisen schädlich, sondern kann sich auch auf Ihr Wohlbefinden, die Gesundheit von Kleinkindern oder das Wohlsein Ihrer Haustiere negativ auswirken.

Überlegen Sie sich den Einsatz von Ameisengift genau und greifen Sie, wenn möglich, lieber zu den umweltfreundlicheren Ameisenködern oder zum altbewährten Hausmittel. Die Köder bekommen Sie ebenfalls im Fachhandel. Dabei bleibt zu bedenken, dass nicht jeder Lockstoff bei den Ameisen gleich gut funktioniert. Haben Sie ein Mittel erfolglos ausprobiert, sollten Sie einen zweiten Versuch mit dem Ameisenköder eines anderen Herstellers anstellen.

Wenn Sie vollständig auf die Chemie verzichten möchten, greifen Sie zum Hausmittel. Auch hier stehen unterschiedliche natürliche Mittel zur Verfügung. Allerdings sollten Sie sich dabei nicht auf Mythen verlassen, die sich im Laufe der Jahre über die Ameisenbekämpfung gebildet haben, sondern jedes Hausmittel genau hinterfragen.

Auch die natürliche Bekämpfung der Ameisen klappt nicht immer beim ersten Anlauf. Verzagen Sie nicht, sondern üben Sie sich in Geduld und probieren Sie es mit einem weiteren Hausmittel noch einmal. Ausführliche Infos über natürliche Mittel: Hausmittel gegen Ameisen