Ameisen bekämpfen

Wenn Sie mit einer Ameisenplage im Haus oder Garten zu kämpfen haben, stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten offen, die Tiere wieder loszuwerden. Sie können auf natürliche Weise versuchen die Ameisen zu bekämpfen. Das heißt, Sie bauen auf altbewährte Hausmittel und werden die Hautflügler biologisch und umweltfreundlich los.

Alternativ können Sie die kleinen Krabbler am Leben lassen und versuchen, sie aus dem Garten oder Ihren Wohnräumen zu vertreiben. Dabei helfen Duftstoffe oder einfache Vorbeugemaßnahmen, die den Ameisen keine Möglichkeit bieten, sich an Ihren Vorräten gütlich zu tun.

Wer die ungeliebten Insekten radikal bekämpfen möchte, arbeitet mit Gift oder diversen Ameisenködern. In beiden Fällen der Ameisenbekämpfen werden die Tiere getötet und das Nest ausgerottet. Es ist zwar die brutalste Lösung, aber gleichzeitig auch die effektivste Möglichkeit einer Ameisenplage für immer Herr zu werden.

Natürliche Ameisenbekämpfung

Eine natürliche, tier- und umweltfreundliche Ameisenbekämpfung können Sie im Garten durch die Umsiedlung der Tiere (siehe Ameisenhaufen umsiedeln) erreichen. Dabei kommen kaum Insekten zu Schaden und weder der alte Standort des Ameisennestes noch der neue Wohnort der Ameisen werden dabei in irgendeiner Weise verseucht.

Alternativ können Sie versuchen, die Insekten zu vertreiben. Auch dabei geschieht den nützlichen Hautflüglern kein Leid, sondern Sie wenden Methoden an, die den Krabblern den weiteren Aufenthalt vermiesen. Das heißt, die Ameisen verabschieden sich mehr oder weniger freiwillig.

  • Wenn Sie im Haus eine natürliche Vertreibung durchführen möchten, müssen Sie zunächst den Eintrittsort der Ameisen herausfinden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um winzige Ritze im Mauerwerk oder kleine Löcher neben dem Türstock oder Fensterrahmen.
  • Damit die Tiere nicht auch weiterhin die Lebensmittel in Ihrer Vorratskammer plündern, müssen Sie alle Öffnungen, die Ameisen ein Endringen in Ihr Haus erlauben, gut zustopfen.
  • Um Ritzen oder Löcher aufzufüllen, wählen Sie am besten ein Material, das die Insekten nicht durchbeißen, wie Gips oder Silikon. Holzwolle, Papier oder Stroh sind ungeeignet.

Ameisen im Garten

Ameisen im Garten bekämpfen

Im Garten gibt es verschiedene Stellen, die Ameisen als Unterschlupf dienen. Entweder befinden sie sich im Rasen oder in der Erde unter den Pflanzen. Ebenso gerne halten sie sich auch in altem Holz, in Mauerritzen oder im Kompost auf.

Wenn Sie Ameisen in Ihrem Garten erfolgreich bekämpfen möchten, müssen Sie die Ameisenkönigin töten. Da sich die Königin stets im Nest befindet, müssen Sie zuerst das Ameisennest ausfindig machen. Sobald Sie entdeckt haben, wo die Insekten leben, können Sie reagieren:

  1. Liegt der Aufenthaltsort der Tiere in altem Holz oder im Kompost, müssen Sie Holz beziehungsweise Kompost entfernen.
  2. Dienen Mauerritzen als Nest, sollten Sie die Ritzen zustopfen. Dabei müssen Sie beachten, dass es oftmals nicht nur eine Ritze im Mauerwerk gibt. Wenn Sie die Königin aushungern möchten, sollten Sie alle Löcher gut verschließen.
  3. Leben die Ameisen unter der Erde (nicht direkt neben einer Pflanze), können Sie den Ameisenbau mehrmals täglich mit kochendem Wasser übergießen. Das kann zwei unterschiedliche Reaktionen auslösen. Wenn Sie die Königin erwischen und töten, hat das automatisch die Ausrottung des Ameisenstaates zur Folge. Alternativ kann es aber auch sein, dass sich die Ameisen so gestört fühlen, dass sie freiwillig aufgeben und Ihr Terrain verlassen.
  4. Damit Sie nicht mit kochendem Wasser die Wurzeln von umliegenden Pflanzen zerstören, bietet es sich an, zwischen die Pflanzen Lavendel oder Majoran zu setzen. Beide Gewürze strömen einen Duft aus, den Ameisen im wahrsten Sinne des Wortes nicht riechen können. Sie werden auf natürliche Weise in die Flucht geschlagen.
  5. Weitere Infos und Tipps finden Sie hier: Ameisen im Garten und im Rasen vertreiben

Ameisen im Haus bekämpfen

Nicht nur wer Kinder oder Haustiere hat, sollte sich bei der Ameisenbekämpfung im Haus auf Hausmittel verlegen. Auch für die Gesundheit von Erwachsenen ist der Einsatz von Chemie nicht gerade zuträglich. Hinzukommt, dass die meisten Hausmittel auch umweltfreundlicher sind.

Obwohl in zahlreichen Foren behauptet wird, dass Backpulver oder Backhefe der Ameisenplage Einhalt gebieten könnten, muss hier ausdrücklich erwähnt werden, dass es sich dabei um ein Mythos handelt. Weder Backhefe noch Backpulver mit dem Inhaltsstoff Kaliumhydrogencarbonat sind nämlich für die kleinen Krabbler schädlich.

Das einzige Backtriebmittel mit dem Sie Ameisen wirksam bekämpfen können, heißt Natron (siehe Backpulver gegen Ameisen). Um das Hausmittel anzuwenden, vermischen Sie zunächst das Natron mit Puderzucker im Verhältnis 1:1 und streuen Ihre Mischung anschließend auf die Ameisenstraße. Durch den Puderzucker werden die Tiere angelockt und fressen das für sie tödliche Backtriebmittel. Statt Natron können Sie auch Borax verwenden.

Wenn Sie als Tierfreund die eigentlich nützlichen Insekten nicht töten, sondern nur aus Ihren vier Wänden vertreiben möchten, bestreuen Sie die Ameisenstraße mit Zimt. Weil die Hautflügler diesen Geruch nicht mögen, verlassen sie freiwillig das Haus. Allerdings sollten Sie den Vorgang nach einigen Tagen wiederholen, da der Geruch von Kaneel rasch verfliegt.

Weitere Infos und Tipps finden Sie hier:

Ameisenköder oder Ameisengift?

Im Fachhandel erhalten Sie zur Ameisenbekämpfung in erster Linie Ameisengift oder Ameisenköder. Ob sich Ameisen vom angebotenen Köder anlocken lassen, hängt von der Art ab. Jede Insektenart hat ihre eigenen Vorlieben. Weil auch der Fachhandel das weiß, werden Ameisenköder je nach Hersteller in verschiedenen Zusammensetzungen angeboten.

Wenn Ihre ungeliebten Mitbewohner um die ausgelegten Köder einen Bogen machen, statt neugierig in die Dose zu krabbeln, macht es durchaus Sinn, ein ähnliches Präparat eines anderen Herstellers auszuprobieren. Vielleicht treffen Sie beim zweiten Anlauf den Geschmack der Ameisen und können die gewünschte Wirkung erzielen.

Zuverlässiger als Ameisenköder ist Ameisengift. Es ist allerdings meist nicht nur teurer, sondern enthält außerdem oft auch für den Menschen gesundheitsschädliche Stoffe. Wenn Sie Kleinkinder oder Haustiere haben, sollten Sie von der Verwendung des Giftes unbedingt absehen.

Versuchen Sie lieber auf verschiedenen, natürlichen Wegen den kleinen Krabblern Einhalt zu gebieten und nehmen Sie dabei in Kauf, dass der Prozess bis Sie alle Ameisen losgeworden sind, längere Zeit in Anspruch nimmt, als dass Sie die Gesundheit Ihrer Lieben aufs Spiel setzen.