Hausmittel gegen Ameisen

Es gibt unterschiedliche Gründe, die gegen den Einsatz von Gift sprechen und stattdessen die Verwendung natürlicher Hausmittel befürworten. Gerade Ameisengift enthält oft gesundheitsschädliche Stoffe und sollte keinesfalls angewendet werden, wenn Kleinkinder oder Haustiere sich im Haus befinden.

Außerdem ist die Entsorgung des Giftes nicht gerade umweltfreundlich, weshalb Sie nur im äußersten Notfall darauf zurückgreifen sollten. Wesentlich verträglicher für Mensch und Umwelt ist der Einsatz von Hausmitteln gegen Ameisen.

Sowohl für die Ameisenbekämpfung im Haus, wie auch für ein Vorgehen gegen die Überhandnahme der kleinen Insekten im Freien gibt es adäquate, natürliche Mittel, die sich seit vielen Jahrzehnten bewährt haben. Auch wenn es manchmal etwas länger dauert, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt, sollten Sie auf diese Möglichkeiten zurückgreifen.

Backpulver gegen Ameisen

Auf zahlreichen Internetseiten werden Backpulver und Backhefe als erfolgversprechende Hausmittel gegen Ameisen empfohlen. Das ist jedoch so nicht richtig. Backhefe ist für die Hautflügler gänzlich unschädlich. Und auch das Backpulver eignet sich nur dann zur Ameisenbekämpfung, wenn es Natriumhydrogencarbonat beinhaltet.

Viele Hersteller ersetzen jedoch diesen Stoff durch Kaliumhydrogencarbonat. Beim Kuchenbacken macht das keinen Unterschied, als wirksames Hausmittel gegen Ameisen kann das veränderte Backtriebmittel jedoch nicht mehr eingesetzt werden!

Reines Natron aber, wie Sie es ebenfalls beim Backen als Triebmittel verwenden, ist das perfekte Hausmittel, um Ameisen im Haus zu eliminieren.

  • Allerdings ist es nicht ausreichend, Hausnatron auf die Ameisenstraße zu streuen. Damit die Insekten das für sie tödliche Natron fressen, muss es mit einem Köder vermischt werden.
  • Am besten eignet sich hierzu Puderzucker.
  • Vermengen Sie zunächst das Backtriebmittel in einer Schüssel im Verhältnis 1:1 mit dem Puderzucker und streuen Sie anschließend Ihre Mischung auf die Ameisenstraße.

Die Ameisen werden durch den Zucker angelockt und fressen beim Naschen der Süßigkeit automatisch das todbringende Natron mit. Schon bald haben Sie sich Ihrer Ameisenplage ohne den Einsatz eines umwelt- und gesundheitsschädlichen Giftes entledigt.

Ameisen

Essig als Hausmittel

Wer nicht ganz so radikal vorgehen möchte, begnügt sich damit, Ameisen aus dem Haus oder der Wohnung zu vertreiben. Das ist nicht schwer, denn die Insekten orientieren sich bei ihrer Futtersuche an den unterschiedlichen Gerüchen. Lebensmittel, die einen sehr starken Eigengeruch aufweisen, sind den kleinen Krabblern zuwider.

Ein hervorragendes Hausmittel, das Ihnen hilft, die Hautflügler aus der Küche oder dem Vorratsraum zu verscheuchen, ist Essig oder auch Essigessenz. Um mit diesem Hausmittel gegen Ameisen vorzugehen,

  • füllen Sie zunächst den Essig oder mit Wasser verdünnte Essigessenz in eine Sprühflasche.
  • Sprühen Sie dann Ihr Hausmittel kräftig auf die Ameisenstraße.
  • Der beißende Geruch des Essigs führt dazu, dass die Ameisen die Orientierung verlieren und sich die Ameisenstraße auflöst.

Allerdings hat der Essig als Hausmittel gegen Ameisen auch zwei Nachteile: Erstens verflüchtigt sich sein Geruch relativ schnell, weswegen Sie recht häufig zur Sprühflasche greifen müssen, bis Sie die Insekten endgültig aus Ihren Vier Wänden vertrieben haben.

Zweitens ist auch für die menschliche Nase der Essigduft nicht besonders angenehm. Deswegen ist es ratsam, nach dem Besprühen der Ameisenstraße den Raum für einige Zeit zu verlassen. Sobald sich der Geruch verflüchtigt hat, können Sie nachsehen, ob sich die Straße aufgelöst hat. Ist dies nicht der Fall, wiederholen Sie den Vorgang und warten wieder außerhalb des Zimmers.

Hefe und Honig gegen Ameisen

Einige Ratgeber schlagen vor, Ameisen mithilfe von Hefe und Honig zu vertreiben. Dazu müssen Sie die Bäckerhefe zerbröseln und mit flüssigem Honig zu einem zähen Brei verrühren. Anschließend tragen Sie den Honigbrei auf die Ameisenstraße auf. Angelockt durch den Honig fressen die Ameisen den Süßstoff und die Bäckerhefe. Sie sollen angeblich durch die Hefe getötet werden.

Dass dieses Hausmittel funktioniert ist zweifelhaft. Bei der Hefe, die Sie zum Backen verwenden, handelt es sich um einen Pilz, der nichts mit dem für Ameisen so schädlichen Natriumhydrogencarbonat zu tun hat.

Wenn Sie diesen selbstangerührten Hefe-Honig-Brei auf die Ameisenstraße streichen, laufen Sie nur Gefahr, dass Kinder oder Haustiere die klebrige Masse in der Wohnung verteilen. Die Ameisen werden Sie mit diesem Hausmittel wahrscheinlich nicht los. Im Gegenteil, wenn die Krabbler Ihre zubereitete Süßspeise mögen, werden sie ihren Artgenossen dazu holen.

Weitere Hausmittel gegen Ameisen

  1. Kreide: Wenn Sie auf Ihrer Terrasse ein Ameisenproblem haben, die Tiere aber nicht vollständig vertreiben, sondern nur von einem Objekt fernhalten möchten, hilft Kreide. Ziehen Sie einen Kreidestrich auf dem Boden rund um das Objekt, das Sie schützen möchten. Die Ameisen werden den Strich nicht überschreiten. Nach ein paar Tagen lässt die Wirkung nach und Sie müssen die Linie nachziehen.
  2. Teebaumöl: Auch dieses Hausmittel lässt sich erfolgreich gegen Ameisen einsetzen. Verdünnen Sie das ätherische Öl mit Wasser und bringen Sie es auf die Ameisenstraße oder am Eingang von der Terrasse ins Haus auf. Die Krabbler meiden das stark riechende Teebaumöl und werden fernbleiben. Wer eine feine Nase hat, kann sich allerdings ebenfalls von dem extremen Geruch belästigt fühlen.
  3. Wasser: Vom Tisch aus Kunststoff halten Sie Ameisen mit reinem Wasser ab. Stellen Sie jedes der Kunststoffbeine des Tisches in ein mit Wasser gefülltes Glas. Auf diese Weise schaffen Sie eine für die Tiere unüberwindbare Barriere. Da das Wasser mit der Zeit verdunstet, sollten Sie nicht versäumen, die Gläser regelmäßig nachzufüllen.
  4. Staubsauger: Auch der Staubsauger kann Ihnen kurzfristig beim Kampf gegen Ameisen helfen. Dabei sollten Sie den Staubbeutel mit der eingesaugten Ameisenstraße sofort nach dem Saugvorgang in der Mülltonne außerhalb des Hauses entsorgen. Versäumen Sie das, verlagern Sie Ihr Ameisenproblem lediglich von einer Ecke des Hauses in eine andere.
  5. Umsiedeln: Wenn Sie sich im Garten von den Ameisenhügeln gestört fühlen, müssen Sie ebenfalls nicht zu Gift greifen, sondern haben die Möglichkeit die Ameisen umzusiedeln (siehe Ameisenhaufen umsiedeln).