Blattläuse

Blattläuse sind kleine Insekten, die sich von Pflanzensaft ernähren. Sie besitzen einen Stechrüssel, mit dem sie zuerst die Pflanze anstechen und dann den Saft aussaugen. Blattläuse gehören zu den Schädlingen, denn sie tragen nicht nur durch das Aussaugen zum Vergilben und Abfallen von Blättern bei.

Wenn Blattläuse mit ihrem Rüssel in Rose, Oleander, Obstbaum oder Zimmerpflanze stechen, übertragen sie gleichzeitig Viren, die ebenfalls zur Schädigung beitragen. Außerdem scheiden die Tiere einen großen Teil des zuckrigen Pflanzensaftes, den sie nicht verwerten können, wieder aus. Der sogenannte Honigtau lockt dann nicht nur Ameisen an, sondern dient auch verschiedenen Pilzarten zur Ansiedlung.

Schwarze, grüne, weiße Blattläuse

Die kleinen Insekten gibt es in fast allen Farben:

  • Große Rosenblattläuse, die, wie der Name schon vermuten lässt, besonders häufig auf Rosensträuchern (siehe Blattläuse an Rosen) zu finden sind, kommen in den Farben grün und rosa vor. Sie ernähren sich aber nicht nur vom Saft der Rosen, sondern saugen auch an Obstbäumen wie Apfel- oder Birnbaum und machen selbst vor Erdbeeren nicht halt.
  • Schwarze Bohnenläuse befallen Bohnen, Kartoffeln und Rüben ebenso gerne wie Schneeball oder Pfaffenhütchen.
  • Apfelblutläuse sind von dunkelbrauner bis violetter Farbe und bevorzugen Apfel-, Birnen- und Quittenbäume.
  • Grüne Pfirsichblattläuse sitzen mit Vorliebe auf Obstbäumen, befinden sich aber auch im Gemüse oder gar im Unkraut.
  • Der Oleander wird häufig von gelben Blattläusen befallen.
  • Weiß sind Wollläuse und Spinnmilben, die zwar nicht zu den Blattläusen zählen, aber die Pflanze in der gleichen Weise schädigen.

Schwarze Blattläuse

Woher kommen Blattläuse?

Die meisten Blattlausarten können nicht fliegen. Wenn jedoch die Population an einer Pflanze zu groß wird, bilden sich geflügelte Nachkommen, die vom Wind oft bis zu 30 Kilometer weit getragen werden, um sich dann auf einer anderen Pflanze niederzulassen und zu vermehren.

Wer Blattläuse auf Zimmerpflanzen entdeckt, hat sie wahrscheinlich schon beim Kauf mit eingeschleppt, denn nicht selten sind Jungpflanzen infiziert. Und last but not least können sich Blattlauseier auch in der Erde befinden und so beim Umtopfen an die Pflanze gebracht werden.

Blattläuse entfernen

Da sich Blattläuse bei guten Lebensbedingungen schnell vermehren, müssen sie rechtzeitig bekämpft werden. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Blattlausplage Herr zu werden (siehe auch Mittel gegen Blattläuse).

Je nach der Stärke des Befalls und je nach der Art des Schädlings werden verschiedene Methoden angewandt. Auch ist bei der Bekämpfung darauf zu achten, ob es Nutzpflanzen sind, die von den Insekten heimgesucht werden, oder ob es sich um Ziersträucher handelt.

Auf jeden Fall darf niemals die Gesundheit des Menschen beeinflusst werden:

  1. Das heißt, chemische Mittel sollten nur im Freien angewendet werden.
  2. Wer seine Topfpflanzen damit besprühen möchte, sollte sie zu dieser Aktion ins Freie auf den Balkon oder die Terrasse bringen.
  3. Wenn Nutzpflanzen behandelt werden, ist darauf zu achten, dass das verwendete Gift nicht auch für Menschen schädlich ist.
  4. Wer sich mit den Hinweisen auf der Verpackung nicht auskennt, sollte unbedingt einen Fachverkäufer um Rat fragen.
  5. Weitere Infos siehe: Chemische Mittel gegen Blattläuse

Was hilft gegen Blattläuse?

Glücklicherweise stehen viele Mittel für den Kampf gegen Blattläuse zur Verfügung. Die kleinen Insekten können mit chemischen Mitteln aus dem Fachhandel ausgerottet werden. Sie lassen sich mit unterschiedlichen Hausmitteln abtöten (siehe Hausmittel gegen Blattläuse) und es gibt biologische Fressfeinde, die sich an den saugenden Schädlingen gütlich tun (siehe Biologische Mittel gegen Blattläuse).

Weil die Insekten nicht alles fressen und sich von verschiedenen Düften abschrecken lassen, eignen sich auch einige Pflanzenarten, zwischen die Nutzpflanzen gesetzt, ebenfalls zur Abschreckung der Blattläuse. Dem Befall kann vorgebeugt und er kann eingedämmt werden:

Vorbeugemaßnahmen gegen Blattläuse:

  • Durch ausreichende Luftfeuchtigkeit im Winter werden die Pflanzen gestärkt.
  • Durch die Einhaltung ihrer individuellen Bedürfnisse haben die Pflanzen mehr Kraft.
  • Vermeiden Sie eine Überdüngung.
  • Durch andere Pflanzen, die zwischengesetzt werden (z.B. Bohnenkraut, Lavendel), können Sie Blattläuse abschrecken.
  • Vorbeugendes Spritzen mit Austriebspritzmitteln.

Bekämpfen der Blattlausplage:

  1. Schwacher Befall: Sie können mit Leitungswasser gegen die Tiere vorgehen (siehe Blattläuse an Zimmerpflanzen). Die Pflanzen müssen täglich nach neuen Blattläusen untersucht werden. Auch das Absammeln einzelner Tiere ist mit einer täglichen Kontrolle sinnvoll.
  2. Mittlerer Befall: Je nach Pflanze eignen sich Hausmittel oder Fressfeinde (siehe Blattläuse bekämpfen). Notfalls müssen Sie zu chemischen Mitteln greifen.
  3. Starker Befall: Wenn sich mit chemischen Mitteln nichts mehr ausrichten lässt, bleibt als letzte Möglichkeit, die betroffene Pflanze zu beschneiden. Entfernen Sie alle befallenen Zweige und Äste. Diese sollten Sie nicht auf dem Komposthaufen werfen, sondern verbrennen.