Blattläuse bekämpfen

Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten Blattläuse zu bekämpfen. Wer mit einem Hausmittel seiner Blattlausplage nicht Herr wird, kann es mit einem weiteren Mittel versuchen. Auf jeden Fall ist es immer gesünder und umweltfreundlicher nicht gleich zur chemischen Keule zu greifen, sondern stattdessen den Küchenschrank nach Alternativen zu durchsuchen.

Erst wenn die Blattläuse überhandnehmen sollten Sie den Weg zum Fachhandel in Betracht ziehen. Dabei müssen Sie darauf bedenken, dass sowohl chemische Spritzmittel, die sich auf den Blättern und den Stielen der Pflanzen absetzen, als auch Stäbchen, die in die Erde gesteckt werden und ihren Wirkstoff über die Wurzeln abgeben, gesundheitsschädlich sein können.

Wer an Nutzpflanzen (Gemüse, Obst, Kräuter usw.) Blattläuse bekämpfen muss, sollte sich beim Fachhändler genau erkundigen, welches chemische Mittel verwendet werden kann. Die Anwendung von Spritzmitteln muss aus gesundheitlichen Gründen auch bei Zimmerpflanzen immer im Freien, auf dem Balkon oder der Terrasse stattfinden.

Blattlausbekämpfung

Ohne Chemie stehen unterschiedliche Varianten offen, um die Blattläuse zu bekämpfen. Sowohl Hausmittel versprechen Erfolg, als auch der Einsatz biologischer Fressfeinde (siehe Mittel gegen Blattläuse). Während die meisten Hausmittel sowohl im Freien anwendbar sind, wie auch in der Wohnung, sollte sich der Einsatz biologischer Mittel auf den Garten oder Balkon beschränken.

Das hat den einfachen Grund, dass Fressfeinde sich im Zimmer kaum vermehren, sondern sterben. Sie werden niemals alle Blattläuse vertilgen und die Population wird nach kurzer Zeit erneut erstarken. Im Freien jedoch finden die kleinen Blattlausjäger genügend Nistplätze, um sich zu vermehren, und können auch in der nächsten Generation Blattläuse erfolgreich bekämpfen.

Blattläuse biologisch bekämpfen

Blattläuse biologisch bekämpfen

Weil sich Fressfeinde von Blattläusen nicht immer von selbst im Garten einstellen, können Sie im Fachhandel erworben werden. Der wohl bekannteste Feind ist der Marienkäfer. Es wäre eine ziemlich mühsame Angelegenheit beim Spaziergang die kleinen Glückskäfer einzusammeln und in den heimischen Garten zu bringen. Deswegen können Sie im Fachhandel Marienkäfer erwerben.

  • Es gibt verschiedene Läden, die den roten Käfer mit seinen schwarzen Tupfen anbieten.
  • Die Tiere werden in Dosen geliefert und dann mithilfe kleiner Tüten, die mit einer Wäscheklammer vorsichtig am Stiel der Pflanze befestigt werden, ausgebracht.
  • Eine noch erfolgversprechendere Methode ist es, die Larven der Marienkäfer einzusetzen. Vertilgt der ausgewachsene Käfer im Laufe seines Lebens (25 bis 30 Tage) bis zu 4000 Blattläuse, so kann die Larve 800 Schädlinge auffressen.
  • Achtung: Da sich Ameisen nicht mit Marienkäfern vertragen, ist es sinnvoll die kleinen schwarzen Krabbler vor dem Einsatz der Marienkäfer zu entfernen.
  • Weitere Fressfeinde finden Sie hier: Biologische Mittel gegen Blattläuse

Blattläuse natürlich bekämpfen

Um den Pflanzenschädlingen auf natürliche Weise beizukommen, können Sie in den Vorratsschrank greifen. Erfolgversprechend ist der Einsatz von Rapsöl. Es eignet sich nicht nur um Blattläuse zu bekämpfen, sondern es hilft auch beim Kampf gegen Schildläuse. Weil Rapsöl nicht nur einen Schmierfilm auf der Pflanze bildet, der den Läusen das Festhalten erschwert, sondern gleichzeitig die Schildläuse unter ihrem Schild luftdicht einschließt, ist es besonders effektiv.

  1. Zur Blattlausbekämpfung gießen Sie in fünf Liter Wasser 90 Milliliter Rapsöl.
  2. Geben Sie ein paar Spritzer Spülmittel dazu. Das bewirkt, dass sich das Öl mit dem Wasser vermischt. Dann rühren Sie gut um.
  3. Am besten tragen Sie die Rapsöl-Wasser-Mischung mithilfe einer Pflanzenspritze auf, denn die betroffenen Pflanzen müssen von allen Seiten gut besprüht werden.
  4. Wenn sich nach ein paar Tagen wieder Blattläuse an den behandelten Pflanzen zeigen, sollten Sie die Mischung nach circa acht Tagen nochmals einsetzen.

Auch Milch ist ein Hausmittel, das Blattläuse abtötet:

  • Mischen Sie 200 Milliliter Wasser mit 100 Milliliter Milch und geben alles in eine Sprühflasche.
  • Besprühen Sie damit die befallenen Pflanzen von allen Seiten, bis sie tropfen.
  • Achten Sie dabei besonders auf Blattansätze, Blattunterseiten und neue Triebe. An diesen Stellen siedeln sich Blattläuse besonders gerne an.
  • Sollte das einmalige Spritzen nicht ausreichen, können Sie die Prozedur nach ein paar Tagen wiederholen.

Anleitungen für die Blattlausbekämpfung mit Leitungswasser im Anfangsstadium und mit Essig, der sich als Hausmittel für Rosen eignet, finden Sie hier: Blattläuse an Zimmerpflanzen

Spülmittel gegen Blattläuse

Ein weiteres wirkungsvolles Hausmittel, um Blattläuse zu bekämpfen, ist Spülmittel. Es bildet einen schmierigen Film, der die Sauginsekten daran hindert sich an den winzigen Pflanzenhärchen festzuhalten. Weiter nimmt es den Läusen gleichzeitig die Atemluft und lässt sie ersticken:

  1. Mischen Sie einen halben Liter Wasser (reicht für eine kleine bis mittelgroße Pflanze) mit fünf Millilitern Spülmittel und geben die Mischung in eine Sprühflasche.
  2. Zusätzlich können Sie noch ein Spritzer Spiritus beifügen.
  3. Schütteln Sie die Mischung kurz durch. Dann besprühen Sie die Pflanze von allen Seiten damit. Vergessen Sie die Blattunterseiten nicht, diese sind Lieblingsplätze der Blattläuse.
  4. Sind nach dem ersten Angriff auf die schädlichen Insekten noch nicht alle Tiere beseitigt, müssen Sie den Vorgang wiederholen.

Weitere natürliche Mittel finden Sie hier: Hausmittel gegen Blattläuse