Hausmittel gegen Blattläuse

Wenn Blattläuse Pflanzen befallen, ist das stets ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Pflanzen schwach sind und keine optimalen Lebensbedingungen vorfinden. Das muss nicht Ihre Schuld sein, denn am Wetter kann auch der liebevollste Gartenfreund nichts ändern. Es begründet sich aber häufig in Fehlern, die vermieden hätten werden können.

So beugt das Absehen von Monokulturen einem Blattlausbefall vor. Im Wintergarten und in der Wohnung muss auf die notwendige Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Und auch Überdüngen kann ein Grund für die Schwächung der Pflanzen sein. Wer an Rosen Blattläuse entdeckt, sollte sich fragen, ob er den optimalen Standort für seine Zierpflanze ausgewählt hat.

Weil Blattläuse an den Gehölzen überwintern, ist es sinnvoll die Sträucher im Frühjahr zurückzuschneiden, um so bereits einen großen Teil der Eier zu entfernen. Wer es trotz aller Vorbeugemaßnahmen an Paprika, Oleander oder Rosen krabbeln sieht, sollte erst zum Hausmittel gegen Blattläuse greifen. Als letzen Ausweg können Sie sich für ein chemisches Mittel entscheiden.

Brennesselsud gegen Blattläuse

Brennnesseln eignen sich nicht nur zum Düngen, sondern mit der oft verkannten Nutzpflanze kann auch ein sehr effektives Hausmittel gegen Blattläuse hergestellt werden. Dazu benötigen Sie frische Brennnesseln. Da die Nesseln am Wegesrand wachsen, ist es nicht schwierig, eine größere Menge zu sammeln:

  • Für den Brennesselsud gegen Blattläuse brauchen Sie einen halben Eimer voll Brennnesseln.
  • Ihre gesammelten Nesseln verbleiben im Eimer, den Sie mit Wasser auffüllen.
  • Der angesetzte Sud soll ein bis zwei Tage stehen und kann dann abgeseiht werden.
  • Das Brennnesselwasser wird aufgefangen und in eine Pflanzenspritze gefüllt.
  • Das natürliche Hausmittel gegen Blattläuse eignet sich für Nutzpflanzen gleichermaßen wie für Zierpflanzen. Die betroffenen Pflanzen müssen von allen Seiten kräftig mit dem Brennnesselsud eingesprüht werden.

Auch Essigwasser ist ein effektives Hausmittel, Anleitung: Blattläuse an Rosen

Schwarze Blattläuse

Seifenlauge gegen Blattläuse

Wer an Zimmerpflanzen Blattläuse entdeckt, wird nicht gleich zur chemischen Pflanzenspritze greifen. Auch ein geruchsintensives Hausmittel eignet sich nicht so gut. Seifenlauge als Hausmittel gegen Blattläuse riecht zwar ebenfalls, stinkt aber nicht. Außerdem kann sie in kleineren Mengen hergestellt und mit einer Sprühflasche auf der gesamten Pflanze verteilt werden:

  1. Für eine Kali-Seifenlauge (ohne Duftstoffe) lösen Sie 20 Gramm Kali-Seife in einem Liter lauwarmen Wasser auf.
  2. Dann füllen Sie die Lösung in eine Sprühflasche und spritzen die befallene Pflanze von allen Seiten (besonders auch an der Blattunterseite) tropfnass.
  3. Die reine Schmierseifenlösung ist ein natürliches Insektizid, das nur bei kleinen Insekten, wie Blattläusen, wirkt. Größeren Insekten, wie Marienkäfern, macht die Seifenlauge nichts.
  4. Wer keine Schmierseife ohne Zusätze (Kaliseife) bekommt, kann stattdessen auch einen Versuch mit herkömmlicher Schmierseife starten.

Rezepte für die Hausmittel Rapsöl, Milch und Spülmittel: Blattläuse natürlich bekämpfen

Knoblauch und Pflanzen gegen Blattläuse

Wenn sich auf dem Balkon plötzlich Ameisen tummeln, kann das ein Zeichen für einen Blattlausbefall Ihrer Pflanzen sein. Dann sollten Sie sowohl Zierpflanzen wie auch Kräuter untersuchen.

Um Knoblauch als Hausmittel gegen Blattläuse einzusetzen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Bei geringem Befall stecken Sie neben jeden Pflanzenstiel eine geschälte Knoblauchzehe in die Erde. Die Zehe sollte zur Hälfte aus dem Boden herausschauen, damit sich ihre ätherischen Öle auch in der Luft rund um die Pflanze verteilen.
  • Eine weitere Variante des Hausmittels besteht in Form eines Knoblauchsuds. Um den Sud anzusetzen, halbieren Sie drei große Knoblauchzehen und legen diese in einen Liter Wasser. Der Knoblauch muss zwei Wochen im Wasser ziehen, dann können Sie den Knoblauchsud durch ein Sieb gießen und in eine Sprühflasche füllen. Die betroffenen Pflanzen besprühen Sie von allen Seiten (auch von unten) mit dem Knoblauchwasser.

Auch andere Pflanzen bieten wirksamen Schutz vor Blattlausbefall. Wer zum Beispiel zwischen einzelne Kräuter Bohnenkraut pflanzt, schreckt die saugenden Insekten ab. Weitere biologische und natürliche Möglichkeiten finden Sie hier: Mittel gegen Blattläuse

Weitere Hausmittel gegen Blattläuse

Ein ebenfalls erfolgversprechendes Hausmittel gegen Blattläuse ist Zwiebelsud:

  1. Dazu schneiden Sie eine große Zwiebel klein und geben die Stücke und in einen Topf.
  2. Den Topf füllen Sie mit Wasser auf, und bringen das Ganze zum Kochen.
  3. Damit die Zwiebel ihre Wirkstoffe an das Wasser abgeben kann, sollte der Sud circa 20 bis 30 Minuten auf dem Herd ziehen.
  4. Wenn der Zwiebelsud abgekühlt ist, gießen Sie ihn durch ein Sieb in eine Sprühflasche.
  5. Mit dem Zwiebelwasser sprühen Sie die betroffenen Pflanzen von allen Seiten gut ein.
  6. Dieses Hausmittel ist sehr beliebt, weil es sich sowohl für Zierpflanzen, wie auch für Nutzpflanzen eignet. Es befreit Rosen ebenso gründlich von Blattläusen, wie Paprikapflanzen.

Auch Essig wird beim Kampf gegen die saugenden Plagegeister als wirksames Hausmittel immer wieder genannt. Um Blattläusen mithilfe von Essig den Garaus zu machen, mischen Sie 100 Milliliter Essig mit einem Liter Wasser und füllen das Ganze in eine Sprühflasche gefüllt.

Die Pflanze bespritzen Sie von allen Seiten mit dem Essigwasser tropfnass. Auch das Erdreich darf mit dem Wasser gegossen werden. Befinden sich nach ein paar Tagen wieder Blattläuse an der Pflanze, können Sie die Prozedur wiederholen.

Mit schwarzem Tee lassen sich die Sauginsekten ebenfalls effektiv ausrotten. Um Tee als Hausmittel gegen Blattläuse einzusetzen, hängen Sie zwei Teebeutel schwarzen Tee in eine Kanne und übergießen sie mit einem Liter kochenden Wasser. Der Tee sollte 15 Minuten ziehen, dann können Sie die Beutel entfernen. Abgekühlt füllen Sie den Tee in eine Sprühflasche und besprühen die Pflanzen von allen Seiten damit.