Woher kommen Fruchtfliegen?

Wie alle Fliegen, empfinden wir auch Fruchtfliegen als störend. Besonders, wenn es sich nicht nur um ein einzelnes Exemplar der kleinen, gelben Insekten handelt, das sich noch mit der Hand mühelos vom Apfelschnitz verscheuchen lässt, liegen bei vielen Menschen die Nerven blank. Finden sich Fruchtfliegen doch oft in Scharen rund um den Obstkorb ein.

Wenn die Birne mit kleinen Obstfliegen übersäht ist oder beim Aufschneiden eines Apfels bereits die kleinen Insekten landebereit in der Warteschleife über dem Messer schwirren, ist höchste Eile geboten. Dann ist es nicht alleine damit getan, die Fruchtfliegen in einer Falle zu fangen und zu töten, sondern Sie sollten ebenfalls versuchen herauszufinden, woher der Befall kommt.

Im Ernstfall sollten Sie unbedingt kären, woher die Fruchtfliegen kommen. Weil sich die kleinen Insekten rasend schnell vermehren, werden Sie der Plage sonst nicht Herr. Bedenken Sie, dass eine Fruchtfliege bis zu 400 Eier ablegt. Selbst wenn Sie also heute alle Obstfliegen vernichten, kann es sein, dass schon morgen Ihre Früchte wieder von kleinen Plagegeistern bevölkert sind.

Woher kommen Fruchtfliegen?

Wie sich schon an ihrem Namen unschwer erkennen lässt, lieben Fruchtfliegen Obst. Weil sie die harte Schale gesunder, frischer Früchte nur schwer durchstechen können, bevorzugen Sie besonders zur Eiablage, gärende, faulende Früchte. Dort können Sie die Eier mühelos einbringen und die schlüpfenden Larven finden einen reich gedeckten Tisch.

Auch erwachsene Obstfliegen ernähren sich bevorzugt von faulem Obst. Sie lieben gärende Getränkereste, denn auch die Hefe, die bei der Gärung entsteht, bildet eine hervorragende Futterquelle für die kleinen Tiere. Sind weder Getränkereste, noch Früchte zur Hand, geben sich Fruchtfliegen auch mit faulendem Laub in der Regenrinne oder dem Gully zufrieden.

Ins Haus gelangen die lästigen Insekten auf unterschiedlichem Weg:

  • Entweder schleppt sie die Hausfrau unbewusst beim Obstkauf mit nach Hause. Das kann passieren, wenn die Früchte aus dem Supermarkt bereits mit Larven versehen sind.
  • Oder die kleinen Fruchtfliegen finden bei der Nahrungssuche ihren Weg durchs offene Fenster in die Küche.
  • Die Frage woher Obstfliegen kommen, lässt sich also leicht beantworten: von draußen.

Fruchtfliege

Wie entstehen Obstfliegen?

Wie alle Fliegen legen auch Fruchtfliegen Eier. Dazu nutzen sie am liebsten faulendes oder gärendes Obst. Aber auch in frischen Früchten legen die kleinen Insekten ihre Eier ab. Da sie die harte Fruchtschale nicht durchstechen können, nutzen sie Risse, wie sie bei Fallobst auftreten, oder sie dringen die Einstiche anderer Insekten in die Frucht ein.

  1. Nach der Eiablage dauert es nur einen Tag, bis die Larven schlüpfen und sich von den Mikroorganismen, wie Hefen oder Bakterien, die bei der Fruchtfäulnis entstehen, ernähren.
  2. Wenn sich die Larven fünf Tage lang vollgefressen haben, verpuppen sie sich und verbleiben in diesem Stadium circa eine Woche.
  3. Dann schlüpft bereits die nächste Generation der lästigen, kleinen Plagegeister.

Doch damit ist es noch nicht genug! Bereits am nächsten Tag beginnen die nun ausgewachsenen Fruchtfliegen ihrerseits mit der Eiablage. Wer sich vor Augen führt, dass aus einer einzigen Obstfliege in vier Wochen eine ganze Population von über 150.000 Fruchtfliegen werden kann, wird auf jeden Fall versuchen, einer Fliegenplage durch Vorbeugemaßnahmen zu entgehen.

Lebensdauer von Fruchtfliegen

Auch wenn die Lebensdauer einer einzigen Obsttfliege nur bis zu vier Wochen beträgt, ist sie in dieser kurzen Zeitspanne recht fleißig, was ihre Fortpflanzung betrifft:

  • Aus den 350 bis 400 Eiern, die die kleine Fliege im Laufe ihres Lebens legt, entwickelt sich – vorausgesetzt, dass das Nahrungsangebot passt und auch die Umgebungstemperatur günstig ist - jeweils nach weniger als zwei Wochen die nächste Generation von Fruchtfliegen.
  • Weil auch die zweite Generation emsig Eier legt, ist es schon nach kurzer Zeit äußerst schwierig, der Obstfliegenplage Einhalt zu bieten.
  • Trotz ihrer relativ kurzen Lebensdauer pflanzen sich die kleinen Insekten mit so rasanter Geschwindigkeit fort, dass es sicherlich nicht ausreicht, die Plagegeister lediglich mit dem Staubsauger einzusammeln.

Es ist unrealistisch, wenn Sie der Meinung sind, dass nach vier Wochen, wenn die ersten Fruchtfliegen sterben, sich das Problem von alleine erledigt. In diesem Zeitraum haben die Insekten bereits so viele Eier gelegt, dass sie sich um ein Vielfaches vermehrt haben. Wenn Sie also die Ursache Ihres Obstfliegenbefalls nicht beseitigen, werden Sie diese Nachlässigkeit bereuen.

Wie Sie die Plagegeister wieder loswerden, erfahren Sie hier: Fruchtfliegen bekämpfen

Tipps gegen Fruchtfliegen

Wenn Sie zunächst einmal nicht die Larven, sondern die schwirrenden Fruchtfliegen loswerden möchten, sind Sie mit dem Bau einer Obstfliegenfalle am besten beraten. Sie können die Falle mit einfachen Hausmitteln mühelos selber herstellen (siehe Fruchtfliegenfalle selber machen). Alternativ können Sie eine fertige Fliegenfalle im Fachhandel erwerben.

Um die Obstfliegeninvasion in der Küche zu vermeiden, ist allerdings Vorbeugen noch immer die beste Methode. Wenn Sie die folgenden Tipps beachten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die ungeliebten Insekten in Ihrem Heim häuslich niederlassen, relativ gering:

  1. Lagern Sie frisches Obst, sei es aus dem Supermarkt, vom Wochenmarkt oder aus dem heimischen Garten nur kurze Zeit im Haus.
  2. Wenn es die Beschaffenheit der Frucht zulässt, sollten Sie sie im Kühlschrank aufbewahren.
  3. Waschen Sie gleich nach dem Einkauf oder nach dem Pflücken vom Baum Ihre Früchte mit heißem Wasser ab. Auf diese Weise töten Sie eventuell vorhandene Fliegenlarven ab.
  4. Wenn Sie Fallobst verwenden, sollten Sie es stets sofort verarbeiten.
  5. Ihren Komposteimer sollten Sie nicht nur gut verschließen, sondern auch so oft, wie möglich leeren. Ebenso wie den Komposteimer müssen Sie auch die Biotonne regelmäßig mit heißem Wasser auswaschen.
  6. Halten Sie außerdem Ihre Regenrinne sauber, sodass sich kein altes Laub darin ansammeln kann, das den Fruchtfliegen ebenfalls als Nahrung dient. Von der Regenrinne durchs offene Fenster in die Küche ist es nämlich nur ein kurzer Weg, den die Insekten rasch finden werden.