Marder vertreiben

Nicht nur wegen der nächtlichen Ruhestörung, sondern auch aus hygienischen Gründen ist es für den Menschen unmöglich mit dem Marder zusammenzuleben. Nicht zu vergessen ist der Schaden, den die Tiere in Ihrem Haus oder Auto anrichten.

Damit Sie die Tiere auf legale Weise loswerden und selber keine Mühe mit dem Vertreiben der Marder haben, bieten Profis fachmännische Hilfe. Um die kleinen Tiere aus dem Haus zu vertreiben, sollten Sie sich an einen Jäger wenden. Der Jäger besitzt eine spezielle Ausbildung und weiß genau, wie er mit den Raubtieren umgehen muss. Allerdings darf er sich nur während der Jadsaison zwischen Oktober und Februar der Beseitigung von Steinmardern widmen.

Wenn Sie im Auto ein Problem mit den Nagern haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an eine Fachwerkstatt. Alternativ weiß häufig auch der Automobilclub Rat. Oder Sie machen sich mit einer Broschüre schlau, wie sie in unregelmäßigen Abständen von den verschiedenen Kfz-Versicherungen herausgegeben werden.

Marder professionell loswerden

Um den Marder mithilfe des Fachmanns loszuwerden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Wenn Sie professionelle Hilfe zwar in Anspruch nehmen möchten, aber dennoch das Tier nicht töten lassen wollen, wenden Sie sich am besten an den örtlichen Tierschutzverein. Vielerorts gibt es auch einen Marderverein, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.
  • Eine telefonische Beratung erfahren Sie beim Fischotterschutz e.V.
  • Oder Sie bitten um eine persönliche Beratung bei einem Jäger in Ihrer Region.

Mit dem Marder im Auto sollte jede Fachwerkstatt klarkommen. Stellt sich Ihr Ansprechpartner in der Kfz-Werkstatt als unerfahren heraus, sollten Sie sich damit nicht zufrieden geben, sondern für dieses Problem die Werkstatt wechseln. Der Profi wird Ihnen verschiedene Alternativen vorschlagen, wie Sie gegen den Marder vorgehen und auch einen weiteren Besuch vermeiden können.

Marder

Marder vom Dachboden vertreiben

Wenn Sie die Marder lieber in Eigenregie von Ihrem Dachboden vertreiben möchten, können Sie sich entweder auf die Lärmbelästigung der Tiere oder auf eine Geruchsbelästigung verlegen. Während Ihnen die Duftmarken der Marder unangenehm die Nase hochziehen, lassen sich die Vierbeiner vom menschlichen Geruch oder von dem seiner Haustiere vertreiben.

  1. Deswegen kann es schon helfen, wenn Sie auf dem Dachboden an verschiedenen Stellen – möglichst nahe am Einstiegsloch des Tieres – Menschen- oder Hundehaare auslegen. Marder wittern den ihnen fremden und unangenehmen Geruch und verschwinden.
  2. Alternativ können Sie einen Toilettenstein in der Nähe des Mardereinstiegs platzieren. Der stark riechende Duftstein zieht dem Marder ebenfalls so unangenehm die Nase hoch, dass er Ihren Dachboden nicht mehr behelligt.
  3. Wenn Sie selbst eine unempfindliche Nase haben, können Sie Stofflappen mit Diesel tränken und diese auf dem Dachboden an unterschiedlichen Plätzen verteilen. Allerdings dürfen Sie dabei eine eventuelle Brandgefahr nicht außer Acht lassen. Wenn Ihre Kinder ab und zu auf dem Dachboden spielen oder Sie Haustiere halten, sollten Sie von dieser Methode absehen.
  4. Auch der Fachhandel ist auf die Geruchsbelästigung der Marder eingestellt. Sie können sogenannte Marderabwehrsprays erwerben. Auch das Spray vom Profi arbeitet mit einer Duftnote, die dem Raubtier unangenehm ist und es aus vertreibt.
  5. Um den Marder durch Lärmbelästigung zu verjagen, hilft es oft schon, wenn Sie tagsüber, zur Schlafenszeit des nachtaktiven Tiers, Ihren Dachboden geräuschvoll betreten. Zusätzlich können sie Möbel auf dem Dachboden verrutschen oder laute Musik hören, um die Ruhe des unliebsamen Mitbewohners zu stören.
  6. Weitere Infos finden Sie hier: Marder auf dem Dachboden

Marder vom Auto vertreiben

Aus dem Auto und besonders aus dem Motorraum lässt sich der Marder ebenfalls durch einen ihm unangenehmen Geruch vertreiben:

  • Sie können versuchen, Hunde- oder Menschenhaare auch im Auto auszulegen.
  • Besser hilft hier allerdings ein im Fachhandel erstandenes Marderabwehrspray. Es werden unterschiedliche Sprays angeboten.
  • So gibt es Präparate, deren Duft den Raubtieren so unangenehm ist, dass Sie freiwillig in Zukunft einen großen Bogen um Ihr Auto schlagen.
  • Sie können sich aber auch für ein Spray entscheiden, dass die bereits vorhandenen Duftmarken des Steinmarders überdeckt. Wenn dann ein Marder an Ihrem Fahrzeug vorüberläuft und keine Duftmarken fremder Artgenossen wahrnimmt, wird er Ihre Kabel (den vermeintlichen Feind) nicht angreifen.

Weil der Marder ein sehr vorsichtiges Tier ist, können Sie ein Maschendrahtgitter unter Ihren Wagen legen. Bespannen Sie einen Holzrahmen von mindestens einem Quadratmeter Größe mit Maschendrahtzaun. Weil der Marder dieses Objekt nicht kennt, wird er nicht darüber laufen. Sie machen dem Tier auf eine einfache Weise den Einstieg in den Motorraum unmöglich.

Weitere Tipps, um das Raubtier aus dem Auto zu vertreiben, finden Sie hier Marder im Auto

Weitere Tipps zum Marder vertreiben

Parfum: Als etwas teurer, aber ebenso effektiv hat sich das Auslegen von Parfum getränkten Stofflappen erwiesen. Da sich die geruchsempfindliche Nase des Vierbeiners auch vom Duftwasser stören lässt, wird der Marder um den parfümgetränkten Lappen einen Bogen machen.

Licht: Auch auf die Lichtempfindlichkeit des nachtaktiven Tieres können Sie Ihre Marderabwehr stützen. Eine Methode, die Sie mit einfachen Mitteln rasch selbst konstruieren können, besteht aus einem Bewegungsmelder, der mit einer hellen Lampe verkoppelt ist. Sobald sich ein Marder nähert, wird er vom Bewegungsmelder erfasst und durch den hellen Lichtkegel abgeschreckt.

Beschallung: Wenn Sie die Geräuschempfindlichkeit der kleinen Allesfresser für das Vertreiben nutzen möchten, sollten Sie selber etwas geräuschunempfindlich sein. Dann trägt beispielsweise eine Dauerbeschallung Ihres Dachbodens mit Musik ebenfalls dazu bei, dass der Marder beim Schlafen gestört wird und genervt das Weite sucht.

Weitere Tipps, wie Sie den unliebsamen Mitbewohner vertreiben: Marderabwehr