Maulwurf

Der Maulwurf, mit lateinischem Namen Talpa europaea genannt, zählt zu den Säugetieren. Er ist ein recht scheuer Genosse, der sich die meiste Zeit seines Lebens unter der Erde aufhält. Dadurch bekommt ihn der Gartenbesitzer auch nur äußerst selten zu sehen.

Weil das putzige Tier beim Graben nach Nahrung die Erde auflockert, sollte er in jedem Garten willkommen sein, wenn da nicht die schrecklichen Maulwurfshügel wären. Um seinen unterirdischen Gang graben zu können, schiebt der Maulwurf die überschüssige Erde vor sich her und türmt sie schließlich am Ende des Ganges zu einem Hügel an der Oberfläche auf. Davon sind die meisten Gartenbesitzer mit einem schönen Rasen nicht erbaut.

Maulwurf oder Wühlmaus?

Wer in seinem Garten auf der Wiese mehrere Erdhügel entdeckt, sollte aber nicht sofort auf einen Maulwurf schließen. Es gibt ein zweites Tier, das unterirdische Gänge gräbt. Auch die Wühlmäuse schieben beim Wühlen unter der Pflanzendecke die überschüssige Erde in Hügelform an die Oberfläche. Im Gegensatz zum Maulwurfshügel sind ihre Erdaufschüttungen kleiner.

Wer wissen möchte, welches der beiden Tiere in seinem Garten sein Unwesen treibt, muss nur den Erdhügel vorsichtig vom Zentrum nach außen abtragen, und den Gang freilegen:

  • Der Maulwurfsgang befindet sich direkt unter dem aufgeworfenen Hügel.
  • Der Gang einer Wühlmaus liegt eher seitlich vom Hügel.
  • Auch ist der Hügel, den die Wühlmaus aufwirft, flacher als ein Maulwurfshügel.

Maulwurf

Maulwurf: nützlich oder schädlich?

Während die Wühlmaus zu den Schädlingen zählt, weil sie sich unter anderem von den Wurzeln unserer Nutzpflanzen ernährt, greift der scheue Maulwurf die Pflanzen nicht an. Im Gegenteil, der kleine Hilfsgärtner lockert nicht nur den Boden, sondern er vertilgt auch Schädlinge.

Zu seiner Leibspeise zählen hierbei Regenwürmer, Engerlinge, Schnecken und der besonders gefürchtete Dickmaulrüssler. Eigentlich ist der Maulwurf sehr nützlich. Ärgerlich wird es nur, wenn er mit seinen Maulwurfshügeln den hübsch gepflegten Garten verunstaltet.

Dann muss der Nutzen gegen den ästhetischen Schaden abgewogen werden. Wie Sie den Maulwurf loswerden, erfahren Sie hier: Maulwurf im Garten

Der Maulwurf steht unter Naturschutz

Weil der Maulwurf zwar klein, aber sehr fleißig ist, bleibt es nicht bei einem oder zwei Maulwurfhügeln im Garten. Schnell hat sich der hübsche Rasen in eine Hügellandschaft verwandelt. Deswegen versucht jeder Gartenbesitzer, das Tier loszuwerden. Das ist aber gar nicht so einfach, denn der Maulwurf steht unter Naturschutz!

Um ihre Art zu erhalten, dürfen die kleinen, blinden Gärtner weder gejagt noch getötet werden. Auch das Einfangen der Tiere, um sie anschließend umzusiedeln, ist nicht erlaubt. Wer gegen das Artenschutzgesetzt verstößt, der macht sich strafbar. Nur mit behördlicher Genehmigung dürfen Sie ihn fangen (siehe Maulwurffalle selber bauen).

Maulwurf loswerden

Um den Maulwurf auf legale und umweltfreundliche Weise loszuwerden, gibt es nur eine Möglichkeit. Er muss vertrieben werden Damit das Tier dazu gebracht wird, den wirtlichen Garten freiwillig zu verlassen, kann mit unterschiedlichen Tricks gearbeitet werden. Sowohl Hausmittel als auch Maulwurfbekämpfungsmittel aus dem Fachhandel stehen zum Einsatz bereit.

Weil das Tier gar nicht oder nur sehr schlecht sieht, sind sein Gehör und sein Geruchssinn umso besser ausgebildet. Das macht sich der Gartenbesitzer zunutze. Sowohl durch Lärmbelästigung, wie auch durch stinkende Substanzen kann er den Maulwurf belästigen.

Und wie die Erfahrung zeigt: Wer lange genug geärgert wird, sucht schließlich von selber das Weite. Bei stetiger Lärm- oder Geruchsbelästigung wird das Tier sich ein anderes Revier suchen und der Rasen bleibt vor weiteren Maulwurfshügeln verschont.

Weitere Infos und Tipps finden Sie hier:

  1. Maulwurf mit Hausmitteln vertreiben
  2. Tipps zum Maulwurf bekämpfen