Woher kommen Silberfische?

Silberfische heißen eigentlich Silberfischchen, denn sie gehören nicht zu den Wassertieren, sondern zu den Insekten. Dennoch ist es verständlich, woher die Silberfischchen ihren Namen haben. Wenn sie sich mit schwimmähnlichen Bewegungen bewegen, sehen die silbrigglänzenden Kerbtiere aus wie kleine Fische. Sie haben zwar sechs Beine und fünf Fühler (zwei vorne und drei hinten), aber die sind durch ihre helle Farbe schwer zu erkennen.

Silberfischchen zählen nicht zu den Schädlingen. Sie lieben zwar stärkehaltige Stoffe und glukosehaltige Lebensmittel, vergreifen sich in ihrem Fresseifer aber nicht nur an Lebensmitteln, Büchern und Textilien, sondern vertilgen ebenso leidenschaftlich Hausstaubmilben und Schimmelpilze. Um sich vermehren zu können, benötigen Silberfische nicht nur ein reichhaltiges Nahrungsangebot, sondern warme Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Silberfische: Ursache

Die Ursache, warum sich die kleinen Insekten in der Wohnung aufhalten, liegt immer darin, dass sie in der menschlichen Behausung optimale Lebensbedingungen vorfinden:

  • Sie haben ein reichliches Nahrungsangebot, denn neben Lebensmitteln, Textilien, Hausstaubmilben oder Schimmelpilzen können Silberfische sogar Cellulose verdauen.
  • Da auch der Mensch Wohntemperaturen über 20 Grad Celsius bevorzugt, weisen Wohnungen und Häuser im Allgemeinen auch für Silberfischchen angenehme Temperaturen auf.
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit finden Silberfischchen im feuchten Badezimmer, im schlecht gelüfteten Schlafzimmer oder im Keller.

Sowohl Altbauten ohne Wärmedämmung, als auch Neubauten, die zu gut isoliert sind und noch viel Restfeuchtigkeit enthalten, bieten den Kerbtieren ein optimales Wohnparadies.

Silberfische

Silberfische: Entstehung

Weil Silberfische Nachttiere sind und das Tageslicht scheuen, sind sie oft nur in den Abendstunden zu sehen. Tagsüber verkriechen sie sich in Ritzen zwischen den Dielen, hinter der Tapete oder unter dem Blumentopf.

Wer einen Befall von Silberfischen zu beklagen hat, muss sich darüber im Klaren sein, dass sich die Tiere da aufhalten, wo sie optimale Lebensbedingungen vorfinden. Das heißt, Sie bieten den Insekten ein großes Nahrungsangebot. Vielleicht steht Tierfutter auf dem Fußboden, das sie anlockt.

Oder viele Mitbewohner haben lange Haare, die sich beim Putzen nicht immer entfernen lassen und so Hausstaubmilben und damit auch Silberfischchen zur Nahrung dienen. Auch schlecht gelüftete Räume tragen zur Entstehung einer Plage bei. Zahlreiche Ritzen in Altbauten und schlecht befestigte Tapeten bieten den Kerbtieren Unterschlupf.

Mögliche Ursachen eines Befalls:

  1. großes Nahrungsangebot (Tierfutter, Hausstaubmilben)
  2. hohe Luftfeuchtigkeit im Raum (schlechtes oder falsches Lüften)
  3. Schlupfwinkel für die Insekten (Ritzen in Bodenbrettern, leicht abgelöste Tapeten)

Lebensdauer von Silberfischchen

Wer glaubt, weil die Silberfische so klein sind, der weil sie zu den Insekten gehören, würden sie nur wenige Monate leben, der hat weit gefehlt. Sie können bis zu 22mm lang werden und bis zu acht Jahre leben. Wenn sie gute Lebensbedingungen vorfinden, sind sie bereits nach 4 Monaten erwachsen. Bei schlechten Bedingungen dauert es bis zu drei Jahren, bis die Tiere fortpflanzungsfähig sind. Bei Kälte und Trockenheit gelingt ihnen die Vermehrung nicht.

Weitere Infos und Tipps finden Sie hier:

Tipps gegen Silberfische

Der beste Weg, einer Plage entgegenzuwirken ist natürlich die Vorbeugung. Das bedeutet:

  1. Nachts weder Lebensmittel noch Tierfutter offen stehen lassen.
  2. Den Boden um die Futternäpfe vor dem Zubettgehen stets säubern.
  3. Badezimmer nach dem Baden oder Duschen gut lüften.
  4. Badezimmer vor dem Zubettgehen reinigen.
  5. Schlafzimmer früh und abends Stoßlüften.
  6. Wäsche nicht im Keller trocknen, oder anschließend gut lüften.
  7. Ritzen in Bodendielen versiegeln.
  8. Schlecht sitzende Tapeten befestigen.