Wühlmäuse bekämpfen

Nicht nur Landwirte und Obstbaueren haben mit Wühlmäusen zu kämpfen. Auch den Hobbygärtner suchen die Schädlinge gerne im Garten auf und tun sich an Gemüseknollen gütlich oder nagen die Wurzeln von Zierpflanzen an.

Weil Wühlmäuse außerdem Krankheiten übertragen und sich rasend schnell vermehren, sollten Sie mit dem Bekämpfen nicht allzu lange gezögern. Auch wenn der Ärger über den angerichteten Schaden und den schier unbändigen Gemüsehunger der kleinen Nager verständlich ist, sollte niemand sofort zu tödlichen Mitteln greifen, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten zum Wühlmäuse bekämpfen.

Wühlmausbekämpfung

Wühlmäuse können Sie mithilfe von Fallen bekämpfen. Die Tiere dürfen, im Gegensatz zum Maulwurf, gefangen und auch getötet werden. Dennoch sind Lebendfallen natürlich humaner. Aber die ungebetenen Mitbewohner des Gartens lassen sich häufig auch einfach vergraulen.

Weil Wühlmäuse sowohl geräusch- wie auch geruchsempfindlich sind, stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Auch der Einsatz von Pflanzen ist möglich und selbstverständlich haben die Nager auch natürliche Feinde, die sich geschickt zu ihrer Bekämpfung einsetzen lassen.

Kurzüberblick Wühlmausbekämpfung:

Wühlmaus

Wühlmäuse biologisch bekämpfen

Wer Wühlmäuse mithilfe ihrer biologischen Feinde im Garten bekämpfen möchte, hat mehrere Möglichkeiten:

  1. Die einfachste Variante ist das Halten einer Hauskatze. Da junge Katzen bekanntlich aktiver sind, als ältere Tiere, muss zum vorhandenen Stubentiger eventuell zusätzlich ein Jungtier angeschafft werden.
  2. Wer kein Katzenliebhaber ist und in einer ländlichen Gegend wohnt, kann Wühlmäusen mithilfe von Greifvögeln den Garaus machen. Dazu werden im Garten mehrere Holzbalken mit kurzen Rundstangen als Querriegel eingegraben. Sie dienen dem Mäusebussard und anderen Greifvögeln als Jagdsitz.
  3. Auch Mauswiesel zählen zu den Feinden von Wühlmäusen. Um die scheuen Tiere in den Garten zu locken, sollten Sie eine abgelegene Ecke des Gartens ein wenig verwildern lassen. Ein zusätzlich aufgeschichteter Holz- oder Steinhaufen dient dem Mauswiesel als willkommener Unterschlupf.

Wühlmausschreck

Eine ebenfalls erfolgversprechende Methode ungeliebte Wühlmäuse im Garten zu bekämpfen, ist der Wühlmausschreck. Dabei handelt es sich um Ultraschallgeräte. Alle 20 Sekunden stößt der Apparat einen hohen Ton aus. Weil dieser Ton Gefahr signalisiert, suchen Wühlmäuse das Weite.

Einige der Geräte sind zusätzlich mit einem Vibrationsmechanismus ausgestattet, der die Nagetiere stören und vertreiben soll. Der Wühlmaus- oder Maulwurfschreck lädt sich entweder über Solarzellen selbstständig auf oder es müssen Batterien eingelegt werden.

Ein großer Nachteil besteht darin, dass jeder Wühlmausschreck vor dem Rasenmähen entfernt und anschließend wieder neu aufgebaut werden muss. Das kann auf einem großen Gartengrundstück relativ zeitaufwendig werden.

Außerdem sollte beim Kauf nicht unbedingt das billigste Gerät erworben werden. Im Handel sind qualitativ unterschiedliche Apparate erhältlich, was sich in ihrer Lebensdauer auswirkt.

Weitere Tipps zum Wühlmäuse bekämpfen

  • Auch mit Wühlmausgas lassen sich die unterirdischen Nager bekämpfen. Dabei handelt es sich um kein tödliches Gas, sondern um Karbidbrocken, die ausgebracht werden. Die jonischen Karbide reagieren mit Wasser. Wenn sie mit dem feuchten Erdreich in Berührung kommen, verströmen sie ein Gas mit einem für Wühlmausnasen unangenehmen Geruch. Wühlmäuse suchen bei diesem Duft freiwillig das Weite.
  • Die Vertreibung mit Wühlmausgas funktioniert in erster Linie bei festen Böden. Ist der Gartenboden ein Sandboden reicht es nicht aus, die Eingänge der Wühlmäuse zu verstopfen, da das sich entwickelnde Gas durch Bodenporen ausströmen kann.
  • Wer seine vierbeinigen Freunde zur Bekämpfung des Gartenschädlings einsetzen will, sollte sich eher auf Katzen als auf Hunde verlassen. Gerade weil der Hund entsprechenden Jagdeifer an den Tag legt, gräbt er aus Energie und Tatendrang oft den ganzen Garten um und der entstandene Schaden ist fast genauso groß, wie der Schaden, den Wühlmäuse anrichten.