Wühlmäuse im Garten

Es ist nicht lustig, wenn das mühevoll angepflanzte Gemüse oder die liebevoll gehegten Rosensträucher plötzlich eingehen, weil ein ungebetener Gast sich an deren Wurzeln gütlich getan hat. Dann ist höchste Eile geboten, um die Tiere zu bekämpfen, denn Wühlmäuse vermehren sich sehr schnell.

So bringen Wühlmause beispielsweise nach drei Wochen Tragzeit bis zu 14 Junge zur Welt, die ihrerseits schon nach zwei Monaten geschlechtsreif sind. Wer im Garten eine Wühlmausplage feststellt, sollte schnell handeln, denn nicht immer klappt die Entfernung gleich beim ersten Anlauf. Eventuell müssen Sie mehrere Methoden ausprobieren.

Wühlmäuse im Garten erkennen

Bevor Sie gegen Wühlmäuse im Garten vorgehen können, müssen Sie sicher feststellen, dass der vorhandene Schaden oder die aufgeworfenen Erdhügel auch tatsächlich von den Mäusen und nicht von einem Maulwurf stammen. Die Unterscheidung des Erdhügels ist einfach:

  • Der Maulwurfshügel ist rund und hoch, während der Wühlmaushügel eher klein und flach ist.
  • Dabei ist außerdem zu beachten, dass der Maulwurf außer den hässlichen Hügeln im Garten keinen Schaden anrichtet, sondern im Gegenteil, Schädlinge wie z.B. Engerlinge vertilgt.
  • Wühlmause hingegen gelten als Schädlinge, da sie die Wurzeln von Zier- und Nutzpflanzen annagen. Das führt in den meisten Fällen zum Absterben der Pflanze.
  • Auch gelbe, unterhöhlte Grasabschnitte deuten auf einen Wühlmausbefall hin.

Wühlmaus

Pflanzen gegen Wühlmäuse

Weil aus Tierschutzgründen das Töten immer die letzte Maßnahme sein sollte, um ungebetene Untermieter in Haus und Garten loszuwerden, empfiehlt sich zunächst der Versuch die Wühlmäuse mithilfe von Pflanzen zu vertreiben. Es gibt eine Anzahl Zier- und Nutzpflanzen, die das empfindliche Mäusenäschen nicht gerne riecht:

  1. So hilft in vielen Fällen das Setzen von Knoblauch und Zwiebeln, um Wühlmäuse aus dem Garten zu ekeln.
  2. Auch das Pflanzen von Pfefferminze oder Holunderbüschen kann sie vertreiben.
  3. Weiter haben sich Wolfsmilch, Kaiserkrone, Steinklee, Narzissen, Pfingstrosen und Ochsenzunge im Kampf gegen die kleinen Nager bewährt.

Da es sich bei den genannten Beispielen um Nutzpflanzen oder um hübsche Zierpflanzen handelt, ist ein erfolgloser Versuch trotz allem eine Bereicherung für den Garten.

Wühlmäuse im Garten entfernen

Wenn die Mäusepopulation sich bereits im Garten heimisch niedergelassen und entsprechend vermehrt hat, wird es höchste Zeit aktiv zu werden. Eine rigorose, jedoch auch sehr gefährliche Methode ist der Einsatz von Gift. Wer Kinder hat oder seinen Garten mit Haustieren teilt, sollte auf den Einsatz von Giftködern ganz verzichten. Auch im Zuge des Umweltschutzes ist diese Art der Wühlmausbekämpfung genau zu überdenken. Wer sich dennoch dafür entscheidet, sollte die Giftköder tief in die Gänge der Maus einbringen.

Auch die Anwendung von Giftgas muss genauestens überdacht und sollte am besten dem Fachmann überlassen werden. Besonders Obstbauern aber auch kleinere Schrebergärtner kommen immer wieder auf die Idee, Wühlmäuse mithilfe von Auspuffgasen, die sie in die Gänge leiten, zu töten. Diese Methode ist wegen der Bodenbelastung verboten!

Erlaubt hingegen ist das Aufstellen von Fallen. Der Tierschützer verwendet Lebendfallen, aber auch gegen Todesfallen gibt es kein Gesetz. Sofern die Mäuse nicht gequält werden, bleibt ihr Einsatz dem Gewissen des Gärtners überlassen. Wie Sie eine Falle selbst herstellen können, erfahren Sie hier: Wühlmausfalle selber bauen

Weitere Infos, um Wühlmäuse aus dem Garten zu entfernen, finden Sie auf hier:

Tipps gegen Wühlmäuse

  • Die beste Zeit, um Wühlmäuse mit Ködern zu bekämpfen, liegt zwischen dem Herbstende und dem Frühlingsanfang. Da die Tiere in dieser Jahreszeit wenig Futter finden, greifen sie leichter bei den von Menschenhand ausgelegten Ködern zu.
  • Fallen und Köder sollten niemals mit der Hand angefasst werden. Wühlmäuse haben einen ausgeprägten Geruchssinn und meiden fremde Gerüche. Deswegen ist das Tragen von Handschuhen beim Köderschneiden unerlässlich. Fallen sollten zusätzlich vor dem Einsatz mit Erde eingerieben werden.
  • Wer bereits beim Anlegen seines Gartens den kleinen Nagern vorbeugen will, legt unter der Rasenfläche eine Erdmatte aus, die von den Mäusen nicht durchdrungen werden kann.
  • Die Wurzeln junger Bäume können vor dem Einpflanzen mithilfe von Pflanzkörben geschützt werden. Die Körbe gibt es im Fachhandel zu kaufen oder können aus feinem Maschendraht selber hergestellt werden.