Wühlmäuse vertreiben

Nicht nur der Tierschützer, auch der Umweltschützer wird versuchen, Wühlmäuse ohne Gift aus dem Garten zu vertreiben. Wer sich nicht aufs Lebendfallen Aufstellen verlegen möchte, der versucht die Nager zu vergraulen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Im Fachhandel sind Geräte erhältlich, die mit Ultraschall der Wühlmaus Gefahr signalisieren. Dadurch wird das Tier verleitet Reißaus zu nehmen. Doch nicht nur im Fachhandel gibt es Mittel zur Wühlmausbekämpfung.

Im Netz lassen sich zahlreiche Hausmittel finden, die von genervten Gärtnern und Hobbygärtnern mit mehr oder weniger Erfolg ausprobiert wurden. Weil nicht alle Wühlmäuse gleich sind, lohnt es sich auf jeden Fall, einige der Hausmittel ebenfalls zu testen.

Mit Buttersäure Wühlmäuse vertreiben

Buttersäure wird auch Butansäure genannt und besteht aus Kohlenstoff, Wasserstoff und molekularem Sauerstoff. Ihren Namen verdankt die ätzende Säure dem Geruch nach ranziger Butter, der nicht nur der Wühlmausnase missfällt, sondern auch für menschliche Nasen äußerst unangenehm ist. Die farblose Flüssigkeit gibt es zwar nicht in der Apotheke, aber sie kann im Internet problemlos erworben werden.

  • Um Wühlmäuse mithilfe von Butansäure zu vertreiben, werden Baumwolltücher mit der Flüssigkeit getränkt.
  • Dann muss ein Erdhügel der Nager aufgegraben werden, das Tuch wird möglichst tief in den Gang gesteckt und anschließend wird der Gang wieder mit Erde verschlossen. Das hat zwei Gründe: Erstens kann sich auf diese Weise der Geruch besser im unterirdischen System der Nager ausbreiten und zweitens belästigt er nicht den Gartenbenutzer.
  • Damit sich die Wühlmäuse nicht einfach in einen anderen Gang verziehen, muss bei jedem Erdhügel ein Buttersäuretuch eingegraben werden.
  • Beim Arbeiten mit Buttersäure ist Vorsicht geboten, da sie Augen und Atemwege reizt.

Wühlmaus

Mit Pflanzen Wühlmäuse vertreiben

Als Alternative zur Chemie bietet sich beim Wühlmäuse vertreiben die Biologie an. Ebenso wie der Mensch einige Pflanzen als wohlriechend und andere als stinkend wahrnimmt, empfindet die Wühlmausnase den Duft einiger Pflanzenarten als unangenehm.

Werden diese Pflanzen zwischen den übrigen im Garten verteilt, stößt der Gartenschädling immer wieder auf den unangenehmen Geruch und wird nach einiger Zeit den Garten verlassen:

  1. Als hilfreiche Nutzpflanzen haben sich Knoblauch, Zwiebel und Pfefferminze erwiesen.
  2. Sträucher, deren Duft Wühlmäuse nicht mögen, sind der Holunderbusch und der Johannisbeerstrauch.
  3. Auch unter den Zierpflanzen befinden sich einige Exemplare, die zum Vertreiben der Wühlmäuse geeignet sind. Dazu zählen, Kaiserkrone, Steinklee, Narzisse, Pfingstrose und Ochsenzunge.

Leider wirkt der Pflanzenduft nicht immer abschreckend auf die ungeliebten Mitbewohner des Gartens, aber da es sich um durchweg hübsche oder nützliche Pflanzen handelt, ist ein Fehlversuch ja trotzdem keine Verschandelung des Gartens.

Mit Lärm Wühlmäuse vertreiben

Auch wer kein Ultraschallgerät erwerben möchte, hat die Möglichkeit sich das empfindliche Gehör der Wühlmäuse beim Vertreiben zunutze zu machen:

  • Die einfachste Möglichkeit, den Mäusegang mit Lärm zu beschallen, bieten spielende Kinder. Wenn Sie Plastikrohre aus dem Baumarkt in die Mäusehügel stecken und den Kindern erlauben, ins obere Ende laut hineinzuschreien oder zu singen, haben die Kleinen einen Heidenspaß und die Nager werden genervt das Feld räumen.
  • Statt dessen können auch Eisenstangen in die Hügel eingegraben werden. Ans obere Ende der Stange werden Metalldeckel von Gläsern so angebunden, dass der Wind sie gegen die Stange schleudert. Auch dieses Geräusch schlägt Wühlmäuse in die Flucht.
  • Als dritte Möglichkeit können laut tickende Wecker in Blechdosen gesteckt und anschließend im Wühlmausgang vergraben werden. Die Schallwellen breiten sich aus und die Maus nimmt Reißaus.

Natürliche Mittel gegen Wühlmäuse

Als weitere Hausmittel sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:

  1. Statt Buttersäure kann auch ein Gemisch von Buttermilch und Molke auf Baumwolltücher geträufelt und in den Wühlmausgang verbracht werden.
  2. Wer sich die Baumwolltücher sparen will, der gräbt den Wühlmausgang ein Stückchen auf und gießt die Buttermilch direkt hinein. Selbstverständlich muss der Gang anschließend wieder verschlossen werden, damit sich der Geruch nicht im Garten verflüchtigt. (Butansäure sollte übrigens niemals direkt ins Erdreich gegossen werden!)
  3. Auch das Überfluten mit dem Gartenschlauch ist ein bewährtes Mittel, um die kleinen Gartenschädlinge auf Nimmerwiedersehen zu vertreiben.
  4. Und wer in der Nähe eines Bauernhofes wohnt und selber nicht allzu geruchsempfindlich ist, kann sich vom Bauern ein paar Gießkannen voll Gülle holen. Die Gülle wird ebenfalls direkt in den Wühlmausgang gegossen. Sie schadet dem Erdreich nicht, im Gegenteil es handelt sich um ein hervorragendes Düngemittel.
  5. Weitere intressante Mittel finden Sie hier: Wühlmäuse bekämpfen